Über uns

Willkommensgruppe Eidelstedt

Im April 2015 wurde im Eidelstedter Bürgerhaus eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich damals für die Integration der Geflüchteten in der Wohnanlage im Furtweg 32 - 34 einsetzen wollte. Nach einigen Vorarbeiten wurden im August des Jahres die Menschen in der Unterkunft zu einem Nachmittag im Café des Bürgerhauses eingeladen. Es wurde eine regelmäßige Sprechstunde angeboten und es bildeten sich einige Patenschaften.

Eine ganz neue Herausforderung entstand, als Anfang Oktober im ehemaligen Praktiker-Markt im Hörgensweg quasi über Nacht eine Notaufnahme für 850 Flüchtlinge eingerichtet wurde.
In dieser Situation entstand in Zusammenarbeit mit der Willkommensgruppe, der Kirchengemeinde der Elisabethkirche, des Bürgerhauses, der Facebook-Gruppe  "HH Nordwest - Eidelstedt hilft Flüchtlingen" u.a. ein Netzwerk, welches sich von da an einmal im Monat am Runden Tisch - "Wir in Eidelstedt" traf".
Neben den genannten Einrichtungen, Kirchengemeinden, freiwilligen Helfern waren hier auch Hauptamtliche von Polizei, Fördern & Wohnen, der Schulen, des SVE dabei.

Diese Entwicklung ist im Archiv unter der Überschrift Chronik dokumentiert.

Runder Tisch „Wir in Eidelstedt“ - Leitbild

Der Begriff „Wir“ bezieht sich sowohl auf die Eidelstedter als auch die Flüchtlinge, die in
unserem Stadtteil heimisch werden sollen. In gegenseitiger Wertschätzung und Offenheit
wollen wir uns begegnen, zusammenleben und auch voneinander lernen.
Im Sinne des GG Art 1 (2) geht es uns am runden Tisch darum, die „unverletzlichen und
unveräußerlichen Menschenrechte als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des
Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt“ mit Leben zu füllen und ganz konkret in
Eidelstedt umzusetzen. Darum arbeiten wir überparteilich, überkonfessionell und
interreligiös zum Wohl der Flüchtlinge zusammen. Unser Ziel ist es, hier heimisch werdenden
Flüchtlingen auch am Runden Tisch Partizipation zu ermöglichen, für ihre gesellschaftliche
Teilhabe einzutreten, Brücken zwischen Eidelstedtern und Geflüchteten auf- und
bestehende Ängste abzubauen.
Das Ziel einer Integration ist nur auf der Basis einer breiten Beteiligung von Ehren-und
Hauptamtlichen zu erreichen. Am Runden Tisch ist ein Vertreter jeder Initiative oder
Arbeitsgruppe willkommen, die sich um Integration von Flüchtlingen bemühen oder für
Begegnung zwischen Einheimischen und Zugewanderten sorgen. Ehrenamtliche können sich
hier austauschen und werden in ihren Aufgaben durch hiesige Vereine, Einrichtungen,
Kirchengemeinden und Moscheen mit Ressourcen unterstützt. Zur Bewirtschaftung von zur
Verfügung gestellten Finanzmitteln bestimmt der Runde Tisch die Mitglieder des Finanzbeirates.
Es ist schon jetzt deutlich, dass die Ressourcen vor Ort nicht ausreichen. Es werden mehr
Orte des sozialen Lebens (z.B. KiTas, Schulräume, Sporthallen, Begegnungsräume), aber auch
zusätzliche finanzielle und personelle Ressourcen gebraucht, um die anstehenden Aufgaben
erfolgreich zu bewältigen. Aufgabe des Runden Tisches ist es auch, für den Stadtteil im
Gespräch mit politisch Verantwortlichen für das Erforderliche einzutreten.
Der Runde Tisch „Wir in Eidelstedt“ möchte für eine gelingende Kommunikation zwischen
den ehrenamtlichen Initiativen, Arbeitsgruppen, den Institutionen und den Betreibern der
Unterkünfte wie z. B. „Fördern & Wohnen“, Einheimischen und Zuwanderern sorgen.
Die Sitzungen sind öffentlich, finden alle vier bis sechs Wochen statt und werden von den
geschäftsführenden Personen vorbereitet.

Stand: April 2016